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Unser Motto: Gezeitenwechsel

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Die Region Bremen und Oldenburg ist geprägt von der Küstenlandschaft, die sie umgibt: Die Nordsee mit ihrer einzigartigen Wattlandschaft, geprägt und gestaltet von den Gezeiten, von Ebbe und Flut. Zwei Gegensätze, bei denen das eine nichts ist ohne das andere, das eine nicht existieren kann ohne das andere. Auf den Wechsel der Gezeiten, zweimal täglich, kann man sich verlassen. Und obwohl das tägliche Wiederkehren von Ebbe und Flut eine starke Kontinuität ausdrückt, sind die Gezeiten doch eine Naturkraft, die, über längere Zeiträume betrachtet, gewaltige Veränderungen mit sich bringt. Ganze Landschaften wurden über Jahrtausende von den Gezeiten durch ihre ausdauernde Kraft gestaltet.

Ebenso ist es mit FiNuT: 28 Jahre Kongress haben wir schon hinter uns und wir verlassen uns darauf, dass es jedes Jahr an Himmelfahrt wieder möglich ist, viele gleichgesinnter Frauen zu treffen. Dabei macht gerade die Kombination einer inhaltlich-thematischen Auseinandersetzung mit dem Erfahrungsaustausch über die Studien- und Arbeitssituation und die Karrieremöglichkeiten für Frauen in einem männlich dominierten Feld sowie das jährliche Zusammenkommen von Kolleginnen und Freundinnen den Kongress so erfolgreich. Das Bad in dieser Flut gibt Kraft und motiviert für das Weiterarbeiten und -studieren in der männlich dominierten Welt. Gestärkt, mit neuen Projekten, Ideen und Strategien ausgestattet und von der sicheren Aussicht auf den nächsten FiNuT-Kongress begleitet, gehen die Teilnehmerinnen zurück ins Watt und arbeiten dort an den großen Veränderungen mit.

Auch der Kongress selbst verhält sich wie die Gezeiten. In 28 Jahren FiNuT haben viele unterschiedliche Frauen daran teilgenommen. So kann es gar nicht ausbleiben, dass vieles sich verändert. Stets kommen neue Teilnehmerinnen und stets sind einige "alte Häsinnen" dabei, alles bleibt im Fluss und doch haben wir eine große Kontinuität. Der FiNuT-Kongress lebt von der vielgestaltigen Zusammensetzung und den Aktivitäten seiner Teilnehmerinnen - sie gestalten das Programm, sie gestalten den Kongress. Neue Ideen werden diskutiert, alte tauchen fast jährlich wieder auf. Zwei davon - Internationalisierung und Frauenräume - haben wir in diesem Jahr zu den Schwerpunkten des Kongresses gemacht.