Logo Finut 2005
Frauenbilder


Schwerpunktthemen des FiNuT 2005

Home

Deutsch / English

Kongress 2005
  > Motto
  > Schwerpunkte
  > Verein
  > Dokumentation
  > Resolution
  > Pressespiegel
  > Dank
  > Fotos

Links
  > Finut
  > Bremen und umzu

Kontakt / Impressum

Die Schwerpunktthemen des FiNuT-Kongresses 2005 standen im engen Bezug zum diesjährigen Motto ,gezeitenwechsel' und lauteten ,Internationalisierung' und ,Frauenräume'. Ein Aspekt war dabei der FiNuT selbst. Wir verstehen den FiNuT-Kongress trotz seiner nunmehr 28 jährigen Kontinuität nicht als unveränderliche oder isolierte Institution. Vielmehr unterliegt er Veränderungsprozessen und lebt von den Teilnehmerinnen, ihren Erfahrungen und Ansichten, die sich mit den Jahren im Kontext gesellschaftlicher und politischer Veränderungen wandeln können. Daher wollten wir mit dem Motto und den Schwerpunktthemen auch einen Rahmen zur Reflexion von FiNuT anbieten.

Frauenräume

Für viele FiNuT-Teilnehmerinnen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass der Kongress ein Frauenraum ist. Doch trotz des bestätigten Beschlusses, FiNuT grundsätzlich als männerfreien Raum zu gestalten, steht dieses Thema - meist unter Entscheidungszwängen wie beispielsweise der Frage, ob Männer an dem nachfolgenden Kongress teilnehmen dürfen und wenn ja, in welcher Form - immer wieder auf der Tagesordnung. Diese Frage war jedoch nicht der einzige Anlass für uns, zur umfassenden Diskussion von FiNuT als Frauenraum einzuladen. Auch die Entwicklung feministischer Theorien macht es nötig, die Kategorien Frau und Mann zu hinterfragen und Frauenräume kritisch zu reflektieren. So befinden sich FiNuTlerinnen in der paradoxen Situation, einerseits gegen die soziokulturell konstruierten Kategorien ,Frau' und ,Mann' zu argumentieren, diese Kategorisierung aber gleichzeitig durch Schaffung von Frauenräumen zu stärken. Außerdem hielten wir es für wichtig, dass FiNuT sich mit dem Umgang mit Transgender-Personen auseinandersetzt. Angesichts dieser Themen ist zu fragen, ob es noch zeitgemäß ist, Frauenräume zu erhalten? Die Aktualität dieses Schwerpunktes zeigte sich darin, dass 24 Veranstaltungen zum Thema ,Frauenräume' angeboten wurden. Die Teilnehmerinnen und Referentinnen setzten sich in diesem Rahmen mit so unterschiedlichen Aspekten auseinander wie z.B. Fragen der Monoedukation, der Entstehungsgeschichte von Frauenräumen oder auch danach, ob Sensibilität oder Geschlechtersensibilität besser für Frauen im (Top-) Management von Organisationen ist.

Internationalisierung

FiNuT begann als Kongress in bundesdeutschen Städten und fand inzwischen auch in Österreich und der Schweiz statt. Sogar aus dem nicht deutschsprachigen Raum, wie etwa osteuropäischen Ländern, nehmen inzwischen regelmäßig Natur- und Technikwissenschaftlerinnen teil. Dementsprechend wird auf den FiNuT-Kongressen seit einigen Jahren eine Vielzahl englischsprachiger Veranstaltungen angeboten. Auch auf dem Kongress 2005 ist es uns gelungen, eine englischsprachige Veranstaltungsschiene mit 13 Veranstaltungen in englischer Sprache bzw. zweisprachig in Deutsch und Englisch anbieten zu können. FiNuT entwickelt sich damit aus der Praxis heraus zu einem internationalen Netzwerk, so dass die Konsequenzen seiner Internationalisierung im europäischen Raum diskutiert werden müssen. Wir haben mit dem Schwerpunkt ,Internationalisierung' u.a. dazu aufgefordert, grenzüberschreitende Kontakte und Kooperationen aufzubauen und zu verstetigen, Globalisierungsprozesse und die Situation von Frauen in Naturwissenschaft und Technik im internationalen Vergleich zu diskutieren, die interkulturelle Verständigung zu fördern und über europäische Frauennetzwerke zu informieren. Die Bedeutung internationaler Kommunikation und Vernetzung wurde durch die großen Anzahl englischsprachiger Veranstaltungen deutlich und ,Internationalisierung' durch die 15 Veranstaltungen zum Thema mit Inhalt gefüllt.